Was macht ein Glaser für Glas nach Mass?
Glas nach Mass umfasst Zuschnitt, Kantenbearbeitung und Veredelung von Glasplatten für Tische, Regale, Vitrinen, Bilderrahmen, Möbel und Abdeckungen – in der eigenen Werkstatt des Glasers oder als Bestellung beim Glaswerk.
Für eine Tischplatte, ein Regal oder ein Bilderglas braucht es selten ein Grossprojekt. Viele Glaser schneiden Floatglas und Spiegel in der eigenen Werkstatt zu, schleifen und polieren die Kanten und bohren Löcher. Sicherheitsglas, gebogenes Glas und grosse Formate fertigt dagegen ein Glaswerk – das dauert länger, weil vorgespanntes Glas nach dem Vorspannen nicht mehr bearbeitet werden kann.
Die Kantenbearbeitung macht den Unterschied: Gesäumte Kanten sind nur entgratet, geschliffene Kanten matt, polierte Kanten glänzend. Bei offenen Kanten, etwa an Tischplatten und Regalen, empfiehlt sich eine polierte oder geschliffene Kante, damit niemand sich schneidet. Wo Kinder spielen oder Glas belastet wird, ist Sicherheitsglas angebracht.
Wer selbst ausmisst, sollte Länge, Breite, Dicke, Kantenart und – bei nicht rechtwinkligen Formen – eine Schablone mitbringen. Gute Betriebe fragen nach dem Verwendungszweck, denn er entscheidet über Glasart und Dicke: Eine Glasablage, die Bücher trägt, braucht eine andere Ausführung als ein Bilderglas.
Kosten und Abrechnung
Für Zuschnitte rechnen Glaser meist nach Fläche, Glasart und Dicke, dazu kommen Kantenbearbeitung pro Laufmeter, Bohrungen und Formschnitte. Bei sehr kleinen Stücken gibt es oft einen Mindestpreis. Sicherheitsglas und Spezialglas aus dem Glaswerk sind deutlich teurer als Floatglas aus der eigenen Werkstatt.